Besprechung aus: Beratung Aktuell, Fachzeitschrift für Theorie und Praxis der
Beratung, Junfermann Verlag Paderborn
Klosinski G.,
Michael G. & Karle M.
Scheiden tut weh. Zur Situation von Kindern in auseinanderbrechenden Familien.
Attempto Verlag
Tübingen 2001.
Betrachtet man in dieser Gesellschaft die Bewältigung von Beziehungskrisen, so scheint häufig die Trennung und Scheidung vom Partner der übliche Weg zu sein. Passt dieses Verhalten doch in eine Ex-und Hopp Gesellschaft! Bedauerlicherweise werden bei den betroffenen Akteuren die schwächsten Glieder in der Kette, die Kinder, vergessen. Da häufig die reale Trennung und juristische Scheidung nicht mit der psychischen Lösung vom Partner zusammenfallen, denn diese vollzieht sich - wenn überhaupt-, meist viel später. In aller Regel bleibt die Bindung in negativer Form durch Wut, Kränkungen, offene und verdeckte aggressive Auseinandersetzungen, häufig auf dem Rücken der Kinder, bestehen. Diese geraten insbesondere in Trennungs- und Kampfscheidungssituationen zwischen die Fronten der sich bekämpfen Elternteile. Nicht selten werden sie von ihnen emotional ausgebeutet und für ihre Zwecke missbraucht.. Anhand zahlreicher Fallbeispiele werden typische Ausgangs- und Konfliktsituationen, wie sie immer wieder entstehen, plastisch aufgezeigt und beleuchtet. So richtet sich dieses Buch an all diejenigen, die betroffene Paare beraten und begleiten. Das Buch wendet sich insbesondere auch an Eltern mit Kindern, die in Trennung und Scheidungssituationen leben, um ihnen verständlich zu machen, warum Kinder mit zum Teil typischen Verhaltensauffälligkeiten wir reagieren , um so ihre seelische Not in der Familienkrise auszudrücken. Engagiert ergreifen die Autoren, motiviert aus ihren Erfahrungen in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen, Partei für diese. Dieses Buch gehört als Pflichtlektüre in die Auslage jedes Wartezimmers einer Beratungsstelle.
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