Besprechung aus: Beratung Aktuell, Fachzeitschrift für Theorie und Praxis der Beratung, Junfermann Verlag Paderborn

 

Arvid Leyd

Wenn die Liebe Kopf steht - Liebesleben zwischen Herz und Hirn

Junfermann Verlag 2004,

 

Ein eigentümliches Buch zum Thema Liebe. Kein Schwärmen in romantischen Gefühlen, aber auch nicht nüchtern sachlich. Und wenn man es einmal angefasst hat, mag man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Als Leser wird man provoziert, in seinen manchmal festen Überzeugungen durcheinander gewirbelt. So z.B. zum Thema Eifersucht. In einem persönlichen Resümee stellte der Autor fest, dass sein jeweiligen Freundinnen ihn ganz nach ihrem Belieben in einem Hamsterrad absetzen konnten und wieder herausholen konnten, weil er einfach eifersüchtig war. In der Erkenntnis, wie wenig produktiv Eifersucht ist, hat er sich dieses Gefühl einfach abgewöhnt und vor allen Dingen keinen Zweifel in sich selbst gelassen, dass sein Weib ihn niemals verlassen würde. Im Anfang völlig sich darüber klar, dass ein solcher Gedanke eigentlich “Fake” ist - und auch heute noch brodelt es in ihm manchmal. Doch aus diesem anfänglich So-tun-als-ob wurde eine feste Überzeugung. Und wenn es dann heute in ihm rumort, nimmt er das Gefühl als ein Hinweis auf seine eigene energetische Schieflage, statt der Partnerin Vorwürfe zu machen. Im Übrigen - der Autor bekennt sich ganz klar dazu, aus der Perspektive eines Mannes zu schreiben - was das Buch für Frauen vielleicht besonders interessant macht.

Das Buch ist keine Bedienungsanleitung für die Gestaltung von Beziehungen, aber es bietet wichtige Impulse die Verbindung zwischen Herz und Hirn, zwischen Emotion und Verstand herzustellen. Ganz wichtig, es geht nicht um Liebelei sondern um Liebe.

 

 

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