Besprechung aus: Beratung Aktuell, Fachzeitschrift für Theorie und Praxis der
Beratung, Junfermann Verlag Paderborn
Hermann Liebenow
Konsequenz
–
Wie
Eltern lernen, was Kinder brauchen
rororo 2002
Sprechen manche Eltern von Konsequenz, ist oftmals
umgangssprachlich damit ein „strenges“ erzieherisches Handeln gemeint. Der
Autor dagegen macht deutlich, dass eine konsequente Erziehung die
strikte Wiederkehr ärgerlicher Abläufe unterbindet.
Dabei müssen Erziehende:
Leider haben viele Eltern ihren Frieden damit gemacht
zu akzeptieren, dass ihre Erziehungsversuche auf taube Ohren stoßen, während ihre
Kinder sich im Weghören üben. Manche tragen sich mit der Hoffnung, das alles irgendwann von selbst sich regelt und dann im
schlimmsten Fall sich nichts mehr regelt oder manches von außen geregelt werden
muss.
Dabei ist es mit der Erziehung so wie mit der
Medizin: zuwenig ist wirkungslos, zuviel ist schädlich, bei falscher Diagnose
ist sie gefährlich und wirkt unspezifisch angewandt auf Dauer mit
Nebenwirkungen. Der Autor entwickelt
einen Erziehungsstil, der sich an den Entwicklungsphasen des Kindes und den
dazugehörigen, angemessenen Entwicklungsaufgaben orientiert.
Konsequenz
spielt dabei eine zentrale Rolle, denn diese legt die kindlichen
Fähigkeiten zur Verhaltenssteuerung (in Selbstverantwortung) an, schafft die
Grundlagen für späteres Konzentrationsvermögen und fördert so die
Persönlichkeitsbildung. Mit vielen anschaulichen Beispielen wird erläutert, wie
Eltern lernen können, Konsequenzen zu setzen und einzuüben.
Dass dies sich auch auf das eigene Verhalten auswirkt
zeigt sich, wenn es darum geht, selbst Vorbild zu sein und solche Strukturen zu
schaffen, die dem Leben einen Sinn geben, es zeigt sich in der Art, Beziehungen
zu pflegen und einen eigenen Familienstil zu prägen.
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