Besprechung aus: Beratung Aktuell,
Fachzeitschrift für Theorie und Praxis der Beratung, Junfermann Verlag Paderborn
Supervision auf den Prüfstand - Wirksamkeit, Forschung, Anwendungsfelder,
Innovation
Edition Donau-Universität Krems, Leske+Budrich
2003, 29,90 €
Supervision in Therapie und Beratung hat sich als fester
Bestandteil professionellen Handels etabliert und wird als verzichtbar
angesehen. Ob diese hohe Meinung, der Anspruch der damit verknüpft ist, hält,
was er verspricht, ist bisher kaum empirisch überprüft worden. So stellt das
vorliegende Werk sicherlich ein Meilenstein auf dem Weg der Supervision hin, zu
einem empirisch fundierten begründeten Handeln dar. Es erschließt die
internationale Supervisionsliteratur und den aktuellen Forschungsstand, bietet
Anregungen für die Entwicklung von Theorie, Material für die Praxis für
Forschung und Methodik. So wird etwa verdeutlicht, dass es die Supervision nicht gibt, sondern dass man es auf internationaler
Ebene, aber auch im deutschsprachigen Bereich, mit einer kaum überschaubaren
Zahl von unterschiedlichen Supervisionsverständnissen, Ansätzen, Methoden,
Schulen zu tun hat, für die es bislang keinen gemeinsamen Nenner in
theoretischer oder methodischer Hinsicht gibt. Angesichts der € 70 Millionen, die nach einer vorsichtigen
Modellrechnung jährlichen in Deutschland
für Supervision ausgegeben werden, gilt es auch hier für Transparenz zu sorgen.
Denn es kann keinen generalisierten
Wirkungsnachweis für Supervision bei dem
derzeitigen Stand der Forschung geben. So fordern die Autoren, verbunden
mit konkreten Empfehlungen, empirische Wirksamkeits- und Qualitätsforschung mit
dem Ziel, dass einzelne Ansätze von Supervision ihre Wirkung (efficacy) ihre Wirksamkeit (effectiveness)
nachweisen. In Sinne der Kollegen und Kolleginnen, unserer Klienten und
Klientinnen, die letztlich den Nutznießer von Supervision sein sollen, ist
dieses Werk sicherlich als ein "Hallo wach!" zu bezeichnen.
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